GfK

… bedeutet: Gewaltfreie Kommunikation

Die Gewaltfreie oder achtsame Kommunikation ist das Herzstück der emphatischen Mediation.

Sie wurde von Marshall Rosenberg entwickelt. Sie geht davon aus, dass alle Menschen die selben Bedürfnisse teilen und jede Handlung im Moment der beste Versuch ist diese Bedürfnisse zu erfüllen. Es gibt stets viele Wege diese Bedürfnisse zu erfüllen. Diese Wege kann man Strategien nennen. Gefühle weisen auf erfüllte oder unerfüllte Bedürfnisse hin. Wir haben oft mehrere Bedürfnissen zu gleichen Zeit. Die Erfüllung unserer Bedürfnisse ist unabhängig von konkreten Personen oder Dingen. Wir sind selbst verantwortlich für die Erfüllung unserer Bedürfnisse und für die Wahl unserer Strategien.

Die gewaltfreie Kommunikation geht davon aus, dass alle Menschen gleichwertig sind. In der GfK gibt es keine Schuld, jede menschliche Handlung ist der Versuch, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Im Alltag haben wir häufig den Eindruck, die Bedürfnisse des einen würden im Konflikt mit den Bedürfnissen des anderern stehen.
Tatsächlich stehen Bedürfnisse niemals im Konflikt miteinander. Hören wir, worum es dem anderen wirklich geht, haben wir in der Regel Verständnis füreinander, da wir die gleichen Bedürfnisse in uns tragen und mit Ihnen gut vertraut sind.

Meist denken wir aber erst einmal in Strategien und selten in Bedürfnissen. Dadurch finden wir uns oft in Konflikten wieder – mit uns selbst oder mit anderen. Diese Konflikte entstehen, weil wir uns auf einen bestimmten Weg (Strategie) – alternativlos – festgelegt haben, um uns ein Bedürfniss zu erfüllen. Daher können sich Strategien sich ausschließen und im Konflikt miteinander stehen.

Werden wir uns über die hinter der Strategie liegenden Bedürfnisse bewußt, fühlen wir uns augenblicklich frei, auch eine andere Strategie zu wählen. Wir sprechen davon, dass wir uns mit unseren Bedürfnissen verbinden. Einen Hinweis darauf, welches Bedürfniss gerade bei uns erfüllt ist oder gerade nicht erfüllt ist, sind unsere Gefühle.